“Fantastisch!” – kein Wort könnte Mexikos Golfplätze besser beschreiben als dieses. Berühmte Architekten wie Jack Nicklaus, Robert von Hagge, Joe Finger oder Robert Trent Jones II haben dem Land Anlagen internationalen Ranges beschert. Ihre Namen stehen für Qualität und Schönheit, professionelles Management und Top-Pflege. Eingebettet in die schönsten Landschaften Mexikos, bieten sie spektakuläre Ausblicke: Ob an den türkisblauen Wassern der Karibik, an der zerklüfteten Pazifikküste oder am Cortéz-Meer mit Kakteenwüsten im Hintergrund; in den Bergen um Mexiko-Stadt oder im Dschungel bei Puerto Vallarta. Die Qual der Wahl ist groß, denn jeder Platz ist eine Perle.
Golf hat in Mexiko Tradition, seit europäische Einwanderer – vor allem natürlich Engländer – Ende des 19. Jahrhunderts den ersten Golf Club in Mexiko bauten. Lange Zeit blieb dieser Sport nur einer reichen Elite vorbehalten, die ihre Traumhäuser gleich in den exklusiven Arealen der Golf Clubs errichtete.
Golf-Hauptstadt Guadalajara
Mexikos Golf-Hauptstadt ist übrigens nicht Mexico City, sondern Guadalajara, zweitgrößte Stadt Mexikos und Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco. Mexiko-Stadt steht “nur” an zweiter Stelle. Der Guadalajara Country Club und der Chapultepec Golf Club in Mexiko-Stadt zum Beispiel sind reich an Geschichte und Tradition, die sportlichen Geist mit gesellschaftlichem Engagement und Anspruch verbinden. Hier trifft sich jeder, der Rang und Namen hat in Mexiko. Inzwischen hat Mexiko landesweit an die 200 Golfanlagen – von Anfänger- bis zu Championship-Courses mit Hotels der Luxusklasse.
Angesichts des stetig wachsenden Golftourismus entstehen immer mehr Anlagen, vor allem entlang der Karibikküste. Dazu gehört der Golf Club des Moon Palace Hotels bei Cancún, wo im Dezember 2003 die Open Golf von Mexiko ausgetragen wurden. Der von Jack Nicklaus entworfene Golfplatz war erst im März 2003 eingeweiht worden. In Acapulco ist ebenfalls im Jahr 2003 die erste ökologischeGolfanlage Mexikos entstanden. Der Golfplatz am berühmten Hotel Fairmont Pierre Marquéz am Revolcadero-Strand wird mit Meerwasser gesprengt. Auch der Badeort Huatulco an der Pazifikküste von Oaxaca hat einen professionellen Championship-Golfplatz zu bieten. Ein Paradies finden Golfer im Tamarindo Resort in Costa Careyes an der Pazifikküste von Jalisco.
Die Wahl, wo man seinen Golf-Urlaub verbringen möchte, fällt gerade in Mexiko schwer. Für die Amerikaner ist die Halbinsel Baja California die Destination Nummer eins. Los Cabos gehört heute zu den besten und bedeutendsten Golfdestinationen in Lateinamerika. Hier wird jedes Jahr der PGA Senior Slam ausgetragen. Das Cabo del Sol (Jack Niclaus), Cabo Real (Robert Trent Jones II) und El Dorado-Golf (Jack Nicklaus) genießen Weltruf. Die Kulisse ist in jeder Hinsicht spektakulär: So bietet die Anlage Cabo del Sol einen fantastischen Blick auf das tiefblaue Wasser des Cortéz Meeres Die Anlage des El Dorado erstreckt sich entlang der Küste bis hinein in Täler und Schluchten ins Inselinnere. Berühmt ist auch die von Jack Nicklaus entworfene Anlage von Palmilla, die älteste in Los Cabos, die im Jahr 2003 erneuert und erweitert worden ist.
Anlagen in geschichtsträchtigen Kulissen
Yucatán und vor allem die Karibikküste holen inzwischen auf: Hier erstrecken sich manche Anlagen vom Strand über Mangroven bis in den Dschungel oder liegen – wie im Pok ta Pok Golf Course in Cancún – in der geschichtsträchtigen Kulisse einer Maya-Ruine.
Man muss heute nicht mehr seine Golfausrüstung auf die Reise mitnehmen: In vielen Anlagen kann man sie sich auch leihen. Und längst muss man kein Profi und Millionär sein, um sich in Mexiko auf einen Golfplatz zu wagen. Selbst in Clubs, die nur Mitgliedern zugänglich sind, lassen die gastfreundlichen Mexikaner den Fremden gerne mitspielen. Hervor ragend zur Kontaktaufnahme sind hier die Club-Restaurants mit ihrer ausgezeichneten mexikanischen und internationalen Küche. Geschäftstouristen bietet auch die Umgebung von Mexiko-Stadt eine große Auswahl. So gehört der Golf Club Tabachines in Cuernavaca, der rund 90 Kilometer südlich der Hauptstadt gelegenen Stadt des ewigen Frühlings zu einer sehr beliebten Adresse.
Und was macht Golf spielen in Mexiko noch zu einem unvergesslichen Erlebnis? Die Caddies! Während diese Tradition in vielen Ländern ausgestorben ist, wird sie in Mexiko noch liebevoll gepflegt. Die Caddies, vor allem die “Veteranen”, tun weit mehr als die Tasche des Golfers zu schleppen oder zu ziehen. Sie geben Ihnen auch Ihre Kenntnisse weiter und verraten Ihnen jede Besonderheit “ihres” Platzes. Nehmen Sie sich Zeit für ein Gespräch mit ihm, bevor Sie Ihr erstes Green erreichen, selbst wenn Ihr Spanisch nur unzulänglich ist. Es wird Sie und Ihr Leben gleichermaßen bereichern. Noch ein Tipp: Vergessen Sie Sonnenhut, Sonnencreme und Ihre Kamera nicht! (Herdis Lüke)







