Mexiko: Springflut an Pazifikküste

Acapulco: Küstenboulevard überschwemmt – Bis zu fünf Meter hohe Wellen – Touristen ins Meer geschwemmt

Acapulco, 9. April (MTN) – Touristen sollten sich bis etwa Donnerstag von den Stränden an der mexikanischen Pazifikküste fernhalten. Seit Montagvormittag schlagen unvermittelt bis zu fünf Meter hohe Wellen an die Küste. In Acapulco stehen Teile des Küstenboulevards Costera Miguel Alemán unter Wasser. Am Strandabschnitt Condesa (Hotels Fiesta Americana Condesa, El Presidente, Fiesta Inn) wurden nach Angaben der Feuerwehr 12 Touristen ins Meer gesogen, zehn konnten gerettet werden, zwei Personen gelten als vermisst. Besonders bedroht ist der Abschnitt von Condesa bis zu den Hotels Emporio, Playa Suites und Crowne Plaza. Extrem gefährlich sind in diesen Tagen die Strände Revolcadero an der Zona Diamante (Richtung Flughafen) und Pie de La Cuesta, die, da von keiner Bucht geschützt, auch zu normalen Zeiten zum Schwimmen nicht geeignet sind.

Die Springflut mit Wellen zwischen 3,05 und 5,0 Metern betrifft die gesamte Pazifikküste Mexikos und damit Badeorte wie Acapulco, Ixtapa-Zihuatanejo, Puerto Vallarta, Manzanillo und Mazatlán sowie Nueva Vallarta, Costa Careyes, Puerto Escondido und Huatulco. Sie soll bis voraussichtlich Donnerstagnacht anhalten. Grund für die Flut sei die Erwärmung der Luft über dem Meer, was auf ein Nahen der Regenzeit schließen lasse, erklärte der Direktor für Zivilschutz in Acapulco, Jorge Antonio Pacheco Albert, am Montagabend (Ortszeit, – 7 Std. MESZ).

Schiffe und Boote sollten im Hafen bleiben, vor allem Motor- und Segeljachten. Die Springflut ist so stark, dass ganze Strandabschnitte weggeschwemmt werden könnten, warnte die Direktion für Meeresmeteorologie des mexikanischen Marineministeriums. In Acapulco wurde – soweit noch möglich – Strandmobiliar in Sicherheit gebracht. Touristen sollten sich auf keinen Fall am Strand aufhalten. Die Wellen kommen plötzlich und ihre Rückströmung ist so stark, dass selbst gute Schwimmer nur schwer gegen den Sog ankämpfen können. (hl)

Über Herdis

Die deutsche Journalistin und Autorin Herdis Lüke hat Mexiko zu ihrer Wahlheimat gemacht. Das erste Mal lebte sie bereits von 1974 bis 1976 und von 1978 bis 1986 in Mexiko. Auch während ihrer 20 Jahre als Journalistin in Hamburg hat sie Mexiko immer wieder besucht und darüber geschrieben - als Autorin u. a. in den Mexiko-Travelnews. Seit 2006 lebt sie wieder permanent in Mexiko.