Touristen sollen ausreisen – mehr Flüge von Cancún
Cancún, 18. August (MTN) – Die Behörden des Bundesstaats Quintana Roo an der mexikanischen Karibikküste haben mit der Evakuierung der Hotels an der Riviera Maya begonnen. Hurrikan Dean nähere sich mit bis zu 290 Kmh der Küste der Halbinsel Yucatán. Die ersten Auswirkungen des Hurrikans werden in etwa 36 bis 72 Stunden erwartet. Die Regierung von Quintana Roo hat Reisebüros und Tour-Veranstalter vorsorglich aufgefordert, keine Ausflüge und Touren mehr anzubieten. Auch Fluggesellschaften sollten Flüge in die bedrohten Regionen streichen.
Von der Evakuierung sind rund 85 000 Touristen in Cancún, Cozumel, Isla Mujeres, Playa del Carmen und entlang des touristischen Korridors bis Tulum betroffen. Die Urlauber wurden aufgerufen, in ihre Heimatorte zurückzukehren. Der Internationale Flughafen von Cancún ist auf die erhöhte Abwicklung von Abflügen vorbereitet, teilten die Behörden mit. Notunterkünfte seien überall bereit zur Aufnahme der Bevölkerung und Touristen.
Alarm auch in Yucatán
Sollte Hurrikan Dean seinen Kurs nicht wechseln, werden auch Teile des Bundesstaats Yucatán betroffen sein. Dies gilt für die Regionen Río Lagartos, San Felipe, Tizimin – und damit auch für die Insel Holbox – Valladolid und Las Coloradas im Osten der Halbinsel an der Landesgrenze zu Quintana Roo.
Zuletzt war der Bundesstaat Yucatán 1988 und 2002 teilweise schwer verwüstet worden, als die Hurrikans Gilbert und Isidoro die Halbinsel heimsuchten. Im Oktober 2005 hatte Hurrikan Wilma vor allem Cancún schwer verwüstet. In Rekordzeit wurde der mondäne Badeort wieder aufgebaut und bei der Gelegenheit modernisiert und verschönert. Lesen Sie auch unsere Tipps für Reisen in Hurrikan-Gebiete. (hl)




