100 Jahre Teotihuacán: Ausstellungen und Konferenzen

Mexiko-Stadt/Teotihuacán, 13. September (MTN) – Am 13. September 2010 vor genau 100 Jahren wurde die sagenhafte Pyramidenstadt Teotihuacán erstmals dem Publikum geöffnet. Aus diesem Anlass bietet das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (Instituto Nacional de Antropología e Historia, INAH) eine Reihe von Konferenzen und Ausstellungen. Am 23. September wird eine Fotoausstellung mit dem Titel „100 años de la Pirámide del Sol“ (100 Jahre Sonnenpyramide) und ein Konferenzzyklus mit namhaften Forschern der Aztekenkultur eröffnet, darunter Eduardo Matos Moctezuma, Rubén Cabrera , Alejandro Villalobos, Linda Manzanilla und Aturo Menchaca. Weitere Termine sind der 30. September und 7. Oktober.

Blick auf die Sonnenpyramide. Foto: Kirsten Lüke

Blick auf die Sonnenpyramide. Foto: Kirsten Lüke

Blick auf Mondpyramide. Foto: Kirsten Lüke

Blick auf die Mondpyramide. Foto: Kirsten Lüke

Die Fotoausstellung im Museum der Pyramidenstadt zeigt 32 historische Aufnahmen aus der Nationalen Fotothek des INAH, der Nationalbibibliothek für Geschichte und Anthropologie sowie des Nationalen Zeitungsarchivs (Hemeroteca Nacional). Bei einer weiteren Ausstellung geht es um den Regengott Tlaloc („Tras la huella de Tlaloc“) und dessen Bedeutung in der prähispaischen Weltanschauung Mesoamerikas. Es handelt sich hierbei um die erste Multimedia-Schau in Teotihuacán, bei der Skulpturen des Regengottes und damit zusammenhängende Objekte virtuell rekonstruiert werden.

Teotihuacán wurde 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Mit zwei Millionen Besuchern jährlich gehört Teotihuacán zu der nach den Pyramiden in Ägypten meistbesuchten archäologischen Stätte der Welt. Seit Jahrzehnten forschen Archäologen in Teotihuacán und fördern immer wieder erstaunliche Funde zutage. Zuletzt wurde im Tempel des Quetzalcóatl (Tempel der Gefiederten Schlange) in zwölf Metern Tiefe ein 100 bis 120 Meter langer Tunnel entdeckt, der ersten Untersuchungen nach vor 1800 Jahren versiegelt worden war. (hl)

Über Herdis

Die deutsche Journalistin und Autorin Herdis Lüke hat Mexiko zu ihrer Wahlheimat gemacht. Das erste Mal lebte sie bereits von 1974 bis 1976 und von 1978 bis 1986 in Mexiko. Auch während ihrer 20 Jahre als Journalistin in Hamburg hat sie Mexiko immer wieder besucht und darüber geschrieben - als Autorin u. a. in den Mexiko-Travelnews. Seit 2006 lebt sie wieder permanent in Mexiko.