UNO deklariert Mariachis zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit

Artikelbild: mex4you.com

Guadalajara, 29. November 2011 (MTN) – Sie tragen prächtige Anzüge mit Silbermünzen oder –knöpfen verzierte Trachten und riesige, mit silbernen Pailletten bestickte Hüte auf dem Kopf. Sie spielen gefühlvoll Trompete und hinreißend Geige, sie singen Herz erweichend von Liebe und Tod, von Revolution und Leidenschaft fürs Vaterland. Sie bringen Ständchen, treten auf Hochzeiten und Geburtstagen auf und sind der Inbegriff der romantischen, melancholischen und gleichzeitig leidenschaftlichen mexikanischen Seele. Jetzt haben die Mariachis allen Grund zum Feiern: Die Unesco hat sie und ihre Musik nun zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit deklariert.

Sobald die offizielle Ernennungsurkunde überreicht wird – in etwa drei Monaten -, werden alle Mariachis, die in den 150 Ländern leben, in denen Mexiko Botschaften und Konsulate unterhält, einen musikalischen Marathon von 24 Stunden bieten, um dieses historische Ereignis zu würdigen. Das kündigte der Kulturminister von Jalisco Alejandro Cravioto in einem Interview mit der spanischen Nachrichtenagentur Efe an. Der Bundesstaat gilt als Wiege der Mariachi-Musik.

Ein Experten-Komitee der Unesco, die dieser Tage auf der indonesischen Insel Bali tagt, hat die Mariachi-Musik „aus Saiten, Trompeten und Gesang“  als „einmaligen Ausdruck“ bewertet, der die Identität des Landes komprimiere.

Die Anerkennung dieser „Jahrhunderte alten Tradition, die von Generation von Generation weitergegeben worden ist, bestätigt den aus der Vermischung der Kulturen entstandenen kulturellen Reichtum Mexikos“, unterstrich Cravioto. „Den Klang von Trompeten und Violinen, der diese Musik ausmacht, erkennt man in der ganzen Welt. Wo auch immer Mariachimusik ertönt, ist Mexiko.“

Charro-Reiter im Estado de México. Foto:Herdis Lüke

Charro-Reiter im Estado de México. Foto:Herdis Lüke

www.mariachis.jalisco.com.mx

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Mit der neuesten Ernennung steigt die Zahl der Inmateriellen kulturellen Erbe der Menschheit in Mexiko auf sieben an. Dazu gehören u. a. die mexikanhische Küche und die Tradition der Totenfeiern.

Seit mehr als drei Jahrzehnten organisiert Jalisco das Internationale Mariachi- und Charrería-Treffen, an dem jeweils hunderte Musiker aus Lateinamerika und Europa teilnehmen, die in ihren Gastländern die mexikanische Ranchera-Musik verbreiten. In diesem Jahr kamen im ….300 Musiker zusammen, die für 200 Folkloreballett tanzende Paare aufspielten und es damit ins Guinness-Buch der Rekorde schafften.

Besonders stolz auf die Ernennung ist der Leiter der Mariachi-Kapelle Mariachi Nuevo Tecalitlán Angel Martínez, Sohn des Gründers berühmten Mariachi-Kapelle: Die Anerkennung dieser Kunst durch die Unesco verleihe der Region und dem ganzen Land „eine Identität in der Welt“.  Sie verpflichte die Musiker, aber auch die kulturellen Institutionen, dieses Erbe zu bewahren und seine Wurzeln zu erhalten, betonte Martínez.

Seit mehr als drei Jahrzehnten organisiert Jalisco das Internationale Mariachi- und Charrería-Treffen, an dem jeweils hunderte Musiker aus Lateinamerika und Europa teilnehmen, die in ihren Gastländern die mexikanische Ranchera-Musik verbreiten. In diesem Jahr kamen Ende August/Anfang September 300 Musiker zusammen, die für 200 Folkloreballett tanzende Paare aufspielten und es damit ins Guinness-Buch der Rekorde schafften.

Besonders stolz auf die Ernennung ist der Leiter der Mariachi-Kapelle Mariachi Nuevo Tecalitlán Angel Martínez, Sohn des Gründers berühmten Mariachi-Kapelle: Die Anerkennung dieser Kunst durch die Unesco verleihe der Region und dem ganzen Land „eine Identität in der Welt“.  Sie verpflichte die Musiker, aber auch die kulturellen Institutionen, dieses Erbe zu bewahren und seine Wurzeln zu erhalten, betonte Martínez.  (hl)

 

 

Über Herdis

Die deutsche Journalistin und Autorin Herdis Lüke hat Mexiko zu ihrer Wahlheimat gemacht. Das erste Mal lebte sie bereits von 1974 bis 1976 und von 1978 bis 1986 in Mexiko. Auch während ihrer 20 Jahre als Journalistin in Hamburg hat sie Mexiko immer wieder besucht und darüber geschrieben - als Autorin u. a. in den Mexiko-Travelnews. Seit 2006 lebt sie wieder permanent in Mexiko.